Google+ für Unternehmen: Nicole Simon in “Creditreform”

Social-Media-Expertin und Autorin des Praxisbuches “Twitter – Mit 140 Zeichen ins Web 2.0″ Nicole Simon erklärt in einem Interview mit Creditreform (Ausgabe 02/2012), welche Potentiale sich hinter Google+ verbergen und wo die Vorteile für Unternehmen liegen.

Sie spricht darin die klare Empfehlung aus, dass Unternehmen sich auf jeden Fall auch mit Googles sozialem Netzwerk beschäftigen sollten. Dabei sei jedoch zu beachten, dass Unternehmen nicht zu voreilig an die Sache herangehen und ein Unternehmensprofil anlegen, nur mit der Absicht einem Trend zu folgen. Eine Analyse im Vorfeld und die Ausarbeitung einer digitalen Strategie seien unumgänglich.

“Sie müssen beurteilen, ob das für sie überhaupt relevant ist, ob es sich für sie lohnt, welche Ressourcen sie einsetzen, wen sie erreichen wollen und tatsächlich erreichen können”, sagte Frau Simon gegenüber Creditreform. Es kann nämlich durchaus sein, dass ein Engagement in Google+ gar nicht notwendig ist oder dass das Unternehmen seine Ziele in einem anderen sozialen Netzwerk besser verfolgen kann.

Wenn sich Unternehmen jedoch intensiver mit Google+ auseinandersetzen möchten, rät sie dazu, über einen Test-Account ein Gefühl für das Social Network zu entwickeln. Außerdem sollten Unternehmen herausfinden, ob es Mitarbeiter gibt, die in der Lage sind, sich mit der Materie auseinanderzusetzen. Ein Monitoring ist auf jeden Fall unabdingbar und bildet die Grundlage für jegliche weiteren Aktivitäten in sozialen Medien – so auch in Google+.

“Das ganze System ist wegen seiner massiven Integration weitaus größer, als man vermuten könnte. Wenn man genauer hinschaut, wird deutlich, dass Google+ durch die Vernetzung mit den übrigen Google-Diensten ein enormes Potenzial hat.”, erklärte sie im Interview.

Neben diesem großen Potenzial ist man bei der Nutzung von Google+ auch einigen Gefahren ausgesetzt: “Google verbindet Daten, von denen viele bislang eben noch nicht verbunden sind. Wenn da jemand interne Dinge über seine Firma oder seine Kunden einstellt, die vielleicht unbeabsichtigt auch extern zugänglich sind, können die sehr leicht gefunden werden”, warnt sie.

Deshalb empfiehlt sie auch klar, dass sich die Führungsebene des Themas Google+ oder Social Media allgemein annehmen muss. Mitarbeiter müssen im Umgang mit den sozialen Medien geschult und sensibilisiert werden, damit keine gravierenden Fehler entstehen und der Ruf des Unternehmens geschädigt werden kann.

(Fabian Tief)

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