2012 – das Jahr des Social Business
Marketing-Experten sehen das Jahr 2012 vor allem als Jahr des Social Business. Social Media wird noch weiter in der Kultur vieler Unternehmen verankert und mausert sich vom Marketingtrend zum festen Bestandteil im Marketing-Mix.
Was bedeutet “Social Business” überhaupt?
Unter einem Social Business versteht man ein Unternehmen, dessen Unternehmenskultur soziale Aspekte stark in der gesamten Hierarchie verankert. Solche Unternehmen erlauben es nicht nur ihren Mitarbeitern, empathisch und dialogorientiert zu handeln. Sie fordern proaktiv dazu auf und unterstützen die Angestellten auf dem Weg zur offenen Kommunikation – intern wie extern.
Um als “Social Business” zu gelten, muss ein Unternehmen zwei Dinge verstanden haben:
- Kommunikation muss auf einer emotionalen Ebene stattfinden, die potenzielle Kunden inspiriert und zu einem besseren Image verleiten kann. Beispiel: Dells “Social Innovation Challenge” sucht weltweit nach Projekten und stellt sie jenen zu Verfügung, die am ehesten davon profitieren.
- Der zweite Aspekt umfasst die Art, wie Unternehmen mit ihren (potenziellen) Kunden interagieren. Ein typisches Social Business setzt seit mindestens zwei Jahren Social Media ein, denn die meisten Unternehmen benötigen in etwa diesen Zeitraum, um eine authentische Community aufzubauen. Außerdem wird in dieser Zeitspanne die “persönliche Marke” der Mitarbeiter stark mit der Unternehmensmarke vereint.
Was sind die Vorteile eines “Social Business”?
Unternehmen, welche die Kernidee eines Social Business in ihrer Unternehmenskultur verinnerlicht haben, pflegen vertrauliche Beziehungen zu ihren Geschäftspartnern und Kunden. Heutzutage, da Unternehmen 24/7 mit Kunden in Kontakt treten können, profitiert ein Social Business am meisten davon. In einem Social Business wissen die Mitarbeiter intuitiv, wie sie das Unternehmen nach außen hin vertreten sollen. Dell hat beispielsweise 6.000 Mitarbeiter schulen lassen, die das Unternehmen in sozialen Medien vertreten sollen.
Ihr Unternehmen muss selbstverständlich keine 6.000 Mitarbeiter umfassen, damit es als Social Business gelten kann. Wichtiger ist vielmehr, dass Geschäftsführung und Management die Grundideen verstehen und verinnerlichen, damit diese nicht nur eingefordert sondern gelebt werden können.
Darüber hinaus wird der Unterschied zwischen B2C und B2B bald Geschichte sein. Da hinter allen Kunden echte Menschen stecken, die über Strategien des Social Business erreicht werden können, ist es sinnvoller, von einer P2P-Kommunikation (People-to-People) auszugehen.
Überblick: Der Social Business Index überprüft monatlich anhand von fünf Kriterien, welche globalen Unternehmen als Social Business angesehen werden können.
(Fabian Tief)
Quelle: FindAndConvert.com
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