Like-Button: Da fehlt es manchmal einfach am Gespür …

Es gibt ja auch noch Auto-, Kaffeemaschinen- oder Unterwäsche-Verkäufer, die so argumentieren: “Nehmen Sie das Modell, meine Frau hat dasselbe und ist total begeistert.”

Wir Konsumenten haben dieses billige Glaubwürdigkeits-Vorgaukeln natürlich längst durchschaut. Wer etwas verkaufen will, muss schon mit echten Argumenten kommen: Preis, Nutzwert, Service, etc. Womit wir beim Like-Button wären. Den würden viele Unternehmen gerne als Ersatz für echten Dialog mit dem Kunden nutzen. Und gehen dabei mit schlechtem Beispiel voran. Daher meine Warnung:

FINGER WEG VOM LIKE-BUTTON! ES IST ÜBERFLÜSSIG UND PEINLICH, WENN EIN UNTERNEHMEN AUF SEINER FACEBOOK-SEITE DIE EIGENEN BEITRÄGE LIKED!!

Schlimm genug, dass diese Likes als echter Ausdruck von Kundennähe und Produktqualität verstanden werden. Aber sich auch noch selbst zu mögen? Das kann der Seiten-Admin von mir aus zuhause vor dem Spiegel tun, aber öffentlich auf der Facebook-Seite? Wer da als Unternehmen unterwegs ist und sich selbst ein Like beschert, hat natürlich überhaupt nichts verstanden. Also, statt einfach blind auf jeden Button zu klicken, machen Sie lieber Folgendes:

  • Setzen Sie echte Ressourcen für ein Engagement auf Facebook frei.
  • Bringen Sie Ihre Nutzer durch witzige Beiträge, ernst gemeinte Fragen und exklusive Inhalte dazu, sich zu äußern.
  • Nehmen Sie jeden Kommentar ernst und geben Sie Feedback.
  • Finden Sie heraus, was Ihre Kunden/Nutzer interessiert und reagieren Sie darauf.
  • Zeigen Sie, dass echte Menschen Ihre Facebook-Einträge schreiben und kein PR-Roboter.
  • Bedanken Sie sich. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig

Und sagte ich schon, dass Sie die Finger vom Like-Button lassen sollen? (Uwe Baltner)

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