1. Social Media Forum Ludwigsburg: Der Medienwandel, die Studie und das Handtuch

Nein, eine Nerd-Veranstaltung war es wahrlich nicht, unser erstes Social Media Forum im Jägerhofpalais zu Ludwigsburg. Zum gestrigen Towel Day brachte nur ein Einziger ein Handtuch mit (ich hatte meines im Auto liegen lassen): unser Gast-Referent Oliver Gassner.

Der Unternehmensberater erläuterte den über 50 Gästen, was der Feiertag zu Ehren von „Per Anhalter durch die Galaxis“-Autor Douglas Adams mit den Herausforderungen zu tun hat, die das Internet und soziale Medien für Unternehmen mit sich bringen. „Die Nutzung des Netzes ist eine Kulturtechnik wie Lesen und Schreiben“, machte er klar . Dann demonstrierte der Experte für Selbstmanagement den Führungskräften aus der regionalen Wirtschaft, wie sich die Informationsflut, die sich per E-Mail und Web über uns ergießt, in geordnete Bahnen gelenkt werden kann. Wer mehr dazu wissen will, möge seine Webauftritte besuchen – oder David Allen googlen.

Medienwandel im Visier
SMO14-Geschäftsführer Axel Burkert hatte den Abend eingeleitet mit Betrachtungen zum Medienwandel. Jeder vierte Deutsche sei unter 25 Jahren alt, für diese Altersgruppe sei ein Leben ohne Internet undenkbar. Unternehmen müssten sich und ihre Kommunikationsstrategien dieser neuen Entwicklung anpassen. Entscheidend für den künftigen Unternehmenserfolg sei es, Nutzer mit hochwertigen, suchmaschinenrelevanten Inhalten dort abzuholen, wo sie sich bewegten – etwa in den großen sozialen Netzwerken. Themen gäbe es in den Unternehmen genug, es gelte nun, sie zu finden, zu strukturieren und über die neuen Kanäle zur Diskussion zu stellen.

Laut Axel Burkert können Unternehmen mit einer Inhalte-Strategie online nicht nur Sichtbarkeit erzeugen sondern auch den Kundendialog intensivieren, ihre Marke stärken und den Vertrieb unterstützen. Als größte Herausforderung sieht er den Zeit- und Ressourcenmangel sowie das fehlende Knowhow im Bereich Social Media. Eine Zusammenarbeit mit Experten zur Entwicklung einer Strategie fürs Social Web sei daher oft der beste Weg, um eine erfolgreiche Präsenz aufzubauen.

Studie: Social Media im Mittelstand in Baden-Württemberg
Im Anschluss an den Vortrag stellte ich die SMO14-Studie „Social Media im Mittelstand. Die Bedeutung sozialer Netzwerke in der Kommunikation mittelständischer Unternehmen in Baden-Württemberg“ vor. Wir haben dazu die Social-Media-Aktivitäten von 368 Unternehmen des „Wir können alles“-Bundeslandes untersucht und mussten in weiten Teilen konstatieren: „außer Social Media“.

Das mag zunächst übertrieben klingen, denn laut der Studie sind 52 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg bereits in sozialen Netzwerken vertreten. Jedoch kommt dieser hohe Wert in erster Linie durch Mitarbeiter-Aktivitäten zustande. 88 Prozent der erfassten Unternehmen haben Präsenzen im Business-Netzwerk XING. Doch diese werden automatisch angelegt, wenn Mitarbeiter das Unternehmen als Arbeitgeber eintragen.

Der Anteil von Unternehmen, die sich aktiv im Bereich Social Media engagieren, ist dagegen wesentlich geringer. Er reduziert sich auf 15 Prozent, wenn die durch Mitarbeiter-Profile generierten Präsenzen herausgerechnet werden. Das Problem aus meiner Sicht: Den Unternehmen fehlt es an Strategien für den Einstieg in eine Nutzerkommunikation über die neuen Kanäle. Das zeigt auch das Beispiel Facebook: Nur 17 Prozent der dort präsenten Unternehmen beteiligen sich auch aktiv am Dialog.

Die komplette Studie kann per E-Mail an info@smo14.de bestellt werden.

Vielen Dank!
Bedanken möchte ich mich bei Oliver Gassner, auch fürs Mitbloggen, bei unserer Partneragentur Gerhard Baumann, allen Gästen und Kollegen. Es war ein toller Abend und wir planen schon für die zweite Runde. Wenn Sie Fragen zur Studie oder zum Social Media Forum haben, schicken Sie mir eine Mail oder schreiben Sie uns einen Kommentar. Wir freuen uns auf Ihr Feedback! (Uwe Baltner)

Related Posts