Social-Media-Strategien der Mode-Labels: Vom Laufsteg ins Web 2.0

Wir stellen vor: unsere Untersuchung zu den Social-Media-Aktivitäten von zwölf Mode-Labels im Social Web.
Auf den ersten Blick scheinen Social-Media-Kanäle, offener Dialog und User-Feedback wie geschaffen für die Modebranche. Der Geschmack entscheidet hier über Erfolg und Misserfolg, Kundennähe ist unverzichtbar. Und Trends für die nächste Saison lassen sich garantiert auch im Netz entdecken und auf ihre Massentauglichkeit abklopfen.
Markenpräsenz, Kundenkommunikation, Recruiting: Für Mode-Labels gibt es jede Menge Gründe, im Internet aktiv zu sein – und für die Auftritte auf Facebook & Co. auch Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Eine Präsenz im Web 2.0 wird in Zukunft – ganz unabhängig von Zielgruppe und Genre – für den Erfolg eines Unternehmens unerlässlich sein.
Eher ernüchternd
Wie aber reagieren die angesagten Mode-Labels aktuell auf den Social Buzz rund um ihre Kleidung, ihre Marken und das passende Outfit im Web? Unsere Untersuchung hat eher Ernüchterndes zutage gefördert. Gerade Haute-Couture-Schmieden wie Valentino oder Chanel zeigen kaum Präsenz im Social Web, ganz zu schweigen von einem offen geführten Kundendialog. Bei Massen-Labels wie H&M oder Zara sieht es besser aus, aber das große Potenzial der Markenführung im Social Web muss erst noch gehoben werden.
Mehr Details dazu finden Sie in unserer Untersuchung “Vom Laufsteg ins Web 2.0 – Die Social-Media-Aktivitäten der Mode-Labels”. Sie können diese auch kostenlos herunterladen, etwa bei Scribd oder Slideshare.
Die Hauptarbeit an dieser Untersuchung hat unsere Praktikantin Franziska Merklein geleistet, die gelernte Modedesignerin ist. Sie hat auch zahllose Fashion-Blogs gescannt und verlinkt am Ende des Dokuments auf ihre Favoriten. Alle Fußnoten im Text sind im Übrigen klickbar.
Haben Sie noch Fragen zur Untersuchung oder zu sonstigen Themen rund ums Social Web? Wir freuen uns auf Ihr Feedback! (Uwe Baltner)
5 Kommentare to “Social-Media-Strategien der Mode-Labels: Vom Laufsteg ins Web 2.0”
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[...] Viele Modeunternehmen nutzen Facebook, wie zum Beispiel H&M, Zara, Mango und Topshop. YouTube und Twitter werden dagegen kaum eingesetzt, um die Markenbekanntheit zu steigern. Auf Facebook führen aber viele Modeunternehmen keinen echten Dialog mit den Kunden. Sie posten zwar fleißig Neuigkeiten, gehen aber zu selten auf Kommentare von Usern ein. Kundenfragen bleiben so häufig unbeantwortet. Auch in puncto Design besteht viel Nachholbedarf. Das Styling der eigenen Internetpräsenz sollte essentiell für Modelabels sein. Eine einfache Firmenpräsenz mit Unternehmensporträt spricht die Fashionjunkies nicht an. Man zeigt lediglich, dass man da ist, weil man da sein muss. Die Facebook-Seite von Promod beispielsweise ist zu schlicht, einfach nicht aussagekräftig genug. 08/15 ist out! Der Verzicht auf Fotos, Videos, Kommentare und Extras schadet der Online Reputation von Promod. Ganz im Gegenteil zu anderen Facebook- Seiten. Zaras zum Beispiel ist ein echter Hingucker, was nicht zuletzt an der multimedialen Aufmachung liegt. Durch viele Inhalte lässt sich die spanische Marke bestmöglich transportieren. Besonders Luxusmarken enttäuschen im Bereich Social Media. Valentino, Prada und Gaultier sind im Web 2.0 so gut wie gar nicht zu finden. Je höher die Qualität der Mode, desto schlechter ist die Social Media Präsenz. Das sind Ergebnisse einer Studie von SMO14- Content& Kommunikation. [...]