HTC 7 Mozart: Top 5 und Flop 5 des Smartphones mit Windows Phone 7

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Hier meine fünf Tops und Flops, was das HTC 7 Mozart und sein Betriebssystem Windows Phone 7 angeht. Ich habe versucht, Vergleiche mit andern Geräten zu vermeiden und die Pluspunkte und Störer zu sammeln, die mir im alltäglichen Gebrauch besonders aufgefallen sind.

Die Top 5
1. Display

Macht einfach Laune. Auf dem 94 Millimeter großen Bildschirm (Diagonale), der 480 x 800 Pixel auflöst, sieht einfach alles gut aus. Bestes Beispiel: Mobile Webseiten. Früher waren sie ein Graus für mich, mit dem HTC 7 Mozart nutze ich sie richtig gerne. Der kapazitive Touchscreen reagiert blitzschnell, Zwei-Finger-Zoom ist möglich. Und Filme schauen macht ebenfalls Spaß.

2. Tiles
Das Kachel-Menü lässt sich frei befüllen, die einzelnen Widgets können beliebig verschoben werden. Neue Push-Mails werden ebenso direkt angezeigt wie Updates für Apps aus dem Windows Marketplace und eingegangene Anrufe. Die zweite Menüebene, die nur aus einer langen Liste besteht, nutze ich kaum, da ich alle für mich wichtigen Programme in der Tiles-Ansicht abgelegt habe. Mag sein, dass das später mal unübersichtlich wird, wenn ich mehr Apps auf dem Mozart habe. Aber momentan ist die Bedienung optimal. Wenn ich nur wüsste, wie sich der Startbildschirm abstellen lässt – der ist einfach nur überflüssig und die Hochschieberei geht mir auf den Keks.

3. Ansichten
Kalender, Mail, Kontakte, Multimedia: Auf der Inhalte-Ebene glänzt Windows Phone 7 mit aufgeräumten, klaren Ansichten, die ausgesprochen durchdacht wirken. Mir gefallen der weiße und der schwarze Hintergrund, die blauen Links und die verwendeten Fonts. An das Weiterscrollen nach rechts für weitere Übersichten habe ich mich sehr schnell gewöhnt. Dass die nebenan liegenden Programme zum Teil schon ins Bild ragen, empfinde ich eher als hilfreich und keineswegs als störend.

4. Push-E-Mail und Exchange-Anbindung
Ich muss nur ein Exchange- und ein Google-Mailkonto verwalten. Dafür ist Windows Phone 7 auf dem HTC 7 Mozart wie gemacht. Zwei Tiles nebeneinander zeigen eingehende Mails an, die Einrichtung war kinderleicht – allerdings habe ich einfach die Exchange-Einstellungen meines vorigen Handys aufs Mozart übertragen. Ob Empfang oder Versand, es gibt keinerlei Probleme – und damit kann ich der Mail-Funktion ganz persönliche 100 von 100 Punkten vergeben. Im Übrigen landeten auch die Kontakte aus Outlook problemlos auf dem Mozart, so dass lästiges Adressen eintippen beim Mail-Versand jetzt ebenfalls meist entfällt. Super.

5. Flux Reader
Ich habe alle Apps für Google-Reader-Nutzer aus dem Marketplace ausprobiert und bin am Ende beim Flux Reader hängen geblieben. Er sieht schick aus, arbeitet zügig und bietet die besten Social-Funktionen aller Apps: Beiträge können unter anderem in Instapaper gespeichert, per Mail verschickt, getwittert und auf Facebook gestellt werden (auch wenn letztere noch eine fiese Eingabemaske vorschalten).

Vorsichtige können erst die Gratis-Version ausprobieren, ich bin jetzt auf die 1,99-Euro-Version umgestiegen. Sie bietet mehr Einstellungsmöglichkeiten, etwa was die Anzeige von Bildern betrifft. Sehr hilfreich bei Flux auf dem HTC 7 Mozart: das Umschalten vom Feed auf die mobile (oder die echte) Webseite per Fingerstreich. Und die Ladezeiten? Naja, wer ständig zwei- bis dreitausend ungelesene Beiträge mit sich rumschleppt, muss auch ein paar Sekunden Verzögerung beim Laden auf sich nehmen, oder?

Die Flop 5
1. Kein Zune für Mac
Das ganze Dateigeschubse funktioniert mit der Behelfs-Software Windows Connector for Mac nicht so richtig. Zwar lässt sich das Handy mit Fotos, Filmen und Musik füllen, aber in der anderen Richtung geht gar nichts. Auch blöd: Apps aus dem Marketplace lassen sich nur per Rechner oder WLAN aufs HTC 7 Mozart laden. Unterwegs geht also nichts. Und mein Büro-WLAN geht auch nicht. Bleibt nur das Home Office als App-Tankstelle. Ich bin wirklich gespannt, ob die für den Mac angekündigte Zune-Software die Lage verbessert.

2. Kein Multitasking / Such-Taste
Mag sein, dass ich das fehlende Multitasking verkraften könnte, wenn die Such-Taste nicht wäre. Die sorgt durch ihre ungeschickte Platzierung dafür, dass ständig laufende Programme gestoppt werden – besonders lästig etwa bei Navigation, Smartrunner oder Spielen, die komplett neu gestartet werden müssen. Jetzt lerne ich zwar, das HTC 7 Mozart im Querformat immer nur links zu halten – aber …

3. Glatte, heiße Hülle
… das Ding ist verflucht rutschig und ich muss ihm daher weit mehr Aufmerksamkeit schenken als erwünscht, damit es nicht auf dem Boden landet. Und navigiere oder surfe ich eine Weile, kommt noch eine unangenehme Erhitzung dazu. Das macht den täglichen Umgang mit dem Mozart überraschend anstrengend.

4. Akkulaufzeit
Gefühlte 30 Minuten. Eigentlich ist das ja positiv: Ich nutze das HTC 7 Mozart wirklich gerne – fürs Navigieren, für Musik und Filme, fürs Surfen. Aber der Spaß leidet darunter, dass ich immer die Akku-Anzeige im Auge behalten muss. Einen Tag sollte ein Smartphone meines Erachtens locker durchhalten – das Mozart macht nach einem halben schlapp, wenn es intensiv genutzt wird. Gut, ich könnte jetzt WLAN und Bluetooth deaktivieren und andere Tricks anwenden. Aber will ich mich meinem Gerät anpassen oder sollte es nicht eher umgekehrt sein?

5. Kamera
Der Auslöser der 8-Megapixel-Kamera hat einen schwer zu erfassenden Druckpunkt. Damit fängt der Ärger aber erst an. Ich habe wirklich Mühe, ein scharfes Bild zu knipsen, weil der Autofokus die Motive nicht richtig erfasst. Die Bedienung des Menüs im Kameramodus ist schwierig, und ständig lauert die Such-Taste, die rechts neben dem Auslöser liegt und so manchen Klick verhindert. Die Bildqualität: etwas farblos, leicht unscharf. An dieser Stelle sei mir doch noch ein Vergleich gestattet: Die 5-Megapixel-Cam meines Nokia N97 macht bessere Bilder.

Fazit:
Das Positive überwiegt für mich beim HTC 7 Mozart, denn die für mich wichtigen Funktionen wie Mail und Internet beherrscht das Smartphone prima. Allerdings hoffe ich auf ein baldiges Update mit Multitasking, die Zune-Software und den Weihnachtsmann, der mir einen Ersatz-Akku bringen soll. Und was habt Ihr für Tops und Flops beim Mozart entdeckt? (Uwe Baltner)

Infos zu den Social-Media-Features des HTC 7 Mozart finden Sie hier.

3 Kommentare to “HTC 7 Mozart: Top 5 und Flop 5 des Smartphones mit Windows Phone 7”

  • loki sagt
  • SMO14 sagt
  • bene sagt

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