Social Media mobil: Twitter, Facebook & Co. mit dem HTC 7 Mozart (II)

Bevor wir uns wieder den Social-Media-Features des HTC 7 Mozart zuwenden, muss ich erstmal meckern. Zwei Dinge machen mich gerade kirre am Betriebssystem Windows Phone 7.
Erstens: Die Verbindung mit dem Mac und mit Windows Live durchschaue ich einfach noch nicht. Nach zwei Tagen habe ich immer noch mit folgenden Problemen zu kämpfen: Fotos (siehe oben) vom Mozart aufs Macbook zu bringen, klappt mit dem Windows Phone 7 Connector nicht – und mit iPhoto auch nicht. Das Handy wird nicht als Laufwerk erkannt, und im Connector lassen sich Dateien nicht auswählen und kopieren oder verschieben. Das einzige, was klappt: Dateien löschen. Falls jemand eine Lösung für das Problem kennt, bitte melden.
Dazu kommt: Der Marketplace macht, was er will. Mal kann ich Apps problemlos runterladen, mal kommt eine Fehlermeldung. Es könnte an den UMTS-Einstellungen liegen, denn per WLAN läuft´s. In den Einstellungen finde ich aber nichts zu dem Thema. Auch hier gilt: Wer einen Tipp für mich hat, kommt in mein persönliches Guru-Buch. Vielleicht liegt es aber auch am fehlenden Zune-Zugang, und dann ist wohl nix zu machen.
Zahnloses Bluetooth
Noch ein Verbindungsproblem: Bluetooth. Macbook erkennt Mozart, Mozart erkennt Macbook – bringt dann aber die Fehlermeldung: „Nicht unterstützt“. Vorerst bleibe ich also ans USB-Kabel gebunden. Dabei fehlt aber die Laufwerks-Erkennung. Mist.

Zweitens: Der Startbildschirm ist aus meiner Sicht mehr als flüssig – nämlich überflüssig. Jedes Mal, wenn ich das Handy nicht nutze, muss ich erst wieder diesen Rolladen hochschieben, was mal mehr mal weniger klappt. Natürlich könnte ich die Bildschirmsperre komplett ausschalten – aber dann bleibt das Display die ganze Zeit komplett an und der Akku leert sich noch schneller (taugt ohnehin nicht für nen Marathon).
Zum Vergleich: Das Nokia N97 hat da diese Schiebetaste an der Seite, einmal betätigt, schon ist das Handy einsatzbereit. Beim iPhone braucht es den Druck auf die Menütaste und das Schieben des virtuellen Reglers. Auch nicht toll, aber funktioniert wenigstens ohne langes Rumprobieren.
Social Media mit SkyDrive
Jetzt aber zum Thema Social Media, und da sind mir heute einige nette Features aufgefallen. So lassen sich Fotos (8 Megapixel, recht gute Qualität, siehe oben) aus dem Gerät auf Microsofts Cloud-Speicher SkyDrive hochladen oder per Mail versenden. Sind die Privatsphäre-Einstellungen entsprechend offen, können Freunde dort sofort meine Bilder sehen.
Die Fotos (und Videos) tauchen auch auf dem HTC 7 Mozart an zwei interessanten Stellen auf: In meiner persönlichen „Neuigkeiten“-App, die das Geschehen auf Facebook und Windows Live wiedergibt. Und im „Bilder“-Menü, wo sie sich den Platz mit allen möglichen anderen Fotos teilen: Importe von Facebook, Bilder meiner Facebook-Freunde, eigene Facebook-Fotos aus meinen Alben, SkyDive-Fotos. Das Feature ist einerseits sehr schön gestaltet, andererseits auch verwirrend, da sich die Bilder aus den verschiedenen Quellen mischen. Am meisten Übersichtlichkeit bietet noch die Sortierung nach Monaten, tagesweise lassen sich die Bilder wohl nicht anzeigen.

Facebook-App: Fast alles drin
Die Verknüpfung mit Facebook ist sicher eine der Stärken von Windows Phone 7. Wie bereits in Teil 1 erwähnt, lassen sich aus den Kontakten Nachrichten auf die Pinnwand von Freunden schreiben. Und im „Bilder“-Menü können alle Facebook-Einträge mit Bild einzeln angewählt, kommentiert und geliked werden.
Da ist die kostenlose Facebook-App aus dem Windows Marketplace fast schon überflüssig. Diese bietet allerdings von der Freundesliste übers Postfach bis zum eigenen Profil fast dasselbe Programm wie facebook.com. Apps und Änderungen der persönlichen Einstellungen oder des Profils fallen allerdings flach.
Twitter-App
Ebenfalls nett: die offizielle Twitter-App, die ich allerdings nicht nutzen werde, da sie im Gegensatz zum gestern vorgestellten Seesmic keine Facebook-Anbindung hat. Immerhin lassen sich mehrere Accounts verwalten, an Fotodiensten sind TwitPic, TweetPhoto und yFrog integriert und Tweets aus der Timeline lassen sich vielfältig weiterverarbeiten: als Favorit markieren, retweeten, übersetzen. Was ich bislang noch gar nicht kannte: Auf Tweets kann auch per E-Mail oder SMS reagiert werden. Ohne Mail-Adresse bzw. Handy-Nummer klappt das allerdings nicht (gottseidank).
Fazit nach Tag 2
Licht und Schatten. Ich vermisse das Multitasking meines Nokia N97, genieße den tollen Sound des Musik-Players und kämpfe noch mit der Anbindung an den Rechner. Angenehm überrascht bin ich von der Facebook-Anbindung auf verschiedenen Ebenen, auch Twitter lässt sich ganz gut nutzen. Was mir momentan am meisten fehlt, ist ein Tool wie Gravity: Twitter, Facebook, Google Reader und Foursquare – alles in einer App. Ich hoffe, es kommt bald eine Version für Windows Phone 7, dann würde sich der Spaß mit dem Mozart glatt verdoppeln. (Uwe Baltner)
PS: Sterepoly ist bereits bei Teil 4 seiner Mozart-Oper
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