Social Media mobil: Twitter, Facebook und Co. mit dem HTC 7 Mozart (I)

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Fast zehn Jahre als Mobilfunk-Journalist habe ich auf dem Buckel. Jetzt beschäftigen mich andere, aufregende Dinge – und trotzdem freue ich mich richtig, dass sich das Support-Team von Telekom hilft bei der Suche nach Testern fürs HTC 7 Mozart unter anderem für mich entschieden hat. Ein Grund: Das Betriebssystem Windows Phone 7 hätte ich mir sonst wohl nicht angeschaut, schwanke ich doch zwischen meinem aktuellen Nokia N97 mit Symbian, einem Android-Handy und einem möglichen iPhone-Kauf im nächsten Jahr. Aber wer weiß, vielleicht überzeugt mich die Kombination Telekom-Microsoft ja, und ich werde in den nächsten Wochen zum überzeugten Windows-Mobilisten.

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Meine Bewerbung hatte allerdings auch einen aktuellen Anlass: Die mobile Nutzung ist meiner Ansicht nach ein enormer Treiber für soziale Netzwerke wie Facebook und Tools wie Twitter. Auf den Durchbruch des mobilen Internet warte ich aber trotzdem schon seit fast zehn Jahren vergeblich. Zu teuer, zu kompliziert oder einfach unnötig – die Mehrzahl der Nutzer hat nach wie vor keine Lust aufs Internet. Ich werde mich bei meinem Praxis-Test des HTC 7 Mozart auf den Bereich Social Media konzentrieren. Denn ich will wissen, wie gut sich die mobilen Varianten der meist genutzten Plattformen inzwischen wirklich nutzen lassen.

Erfahrungsberichte von Android- oder iPhone-Nutzern gibt es dazu bereits zuhauf. Interessant ist, wie sich der Software-Riese Microsoft auf diesem Gebiet positioniert, der den weltweiten Markt für Betriebssysteme und Office-Software dominiert. Welche Bedeutung messen die Redmonder dem Thema Social Media fürs mobile Leben bei? Welche Nutzungs-Möglichkeiten gibt es? Und wie sind die Tools integriert? Solche Fragen will ich hier in den nächsten Wochen beantworten. Heute gibt´s aber erst einmal Grundlegendes. Schließlich ist das Einrichten eines Smartphones immer noch die größte Hürde – und wie sich gezeigt hat, lauern auf auf dem HTC 7 Mozart diverse Fallen auf den neuen Nutzer.

Erste Schritte
Auspacken, aufladen, SIM-Karte rein, starten. Das HTC 7 Mozart, das mir von Telekom hilft zu Testzwecken zugeschickt wurde, gibt sich zunächst unauffällig. Dann wird allerdings die Windows-Live-ID abgefragt. Was Google bei Android recht ist, kann Microsoft nur billig sein. Das Mozart lässt sich zwar auch ohne Live-ID nutzen, aber wer etwa XBox Live oder andere Microsoft-Dienste nutzen will, kommt ohne nicht aus.

Aus Nutzersicht ist der Login aber nicht optimal gelöst. Wer keine ID hat, muss sich eine zuweisen lassen, doch das Mozart bringt beim Versuch eine Fehlermeldung – es fehlt der Online-Zugang. Die ganze Aktion zum Start ist daher für mich überflüssig.

Rechner-Connection
Mozart und Mac – ob das zusammen passt? Nunja, es geht. Die eigentlich erforderliche Zune-Software gibt es noch nicht in einer Version für Mac, aber im IT-techBlog finde ich den entscheidenden Hinweis: Einfach den Windows Phone Connector für Mac bei Microsoft herunterladen, schon kann das Mozart auf meine iTunes-Bibliothek zugreifen. Musik und Filme landen schnell auf dem Handy. Und auch wenn das hier nicht das Hauptthema ist – ein kurzes Lob für das gute Display und den Sound des eingebauten Lautsprechers muss schon sein.

Podcast-Problem
Für viele uninteressant, für mich extrem nervig: Die Podcast-Synchronisation des Connector bietet keine Einstellungsmöglichkeiten, es werden daher immer alle verfügbaren Casts aufs Handy geladen – bzw. nicht, weil natürlich der Speicherplatz nicht ausreicht. Da Podcasts ja ein Social-Media-Medium sind, kann ich nur hoffen, dass das Problem mit der Zune-Software gelöst wird.

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E-Mail: Die Exchange-Hürde
Wichtigstes Kommunikationsmittel auf dem Handy ist natürlich die E-Mail, zumindest bei mir. Also werden noch vor dem ersten Anruf die Konten eingerichtet. Mit dem Google-Konto geht das problemlos, im Übrigen werden auch die Google-Kontakte gleich mit aufs Handy gespielt (s. Bild oben). Beim Firmen-Account, der über einen Microsoft-Exchange-Server abgerufen werden muss, gibt´s allerdings ein Problem: Das nötige Zertifikat liegt nicht auf dem Mozart, und es fehlt auch der von anderen Betriebssystemen bekannte Hinweis auf ein Überspringen dieser Authentifizierung.

Die Lösung des Problems: Ich schicke mir die benötigte .cer-Datei aufs Handy, tippe die Datei an, muss dann nochmal aus- und wieder einschalten – und die Mails sind da. Das muss natürlich sofort verkündet werden, und ich nutze erstmals die virtuelle Tastatur des HTC 7 Mozart. Macht fast schon Spaß, obwohl ich als N97-Nutzer mit echten Tasten wesentlich besser zurecht komme. Der Druckpunkt stimmt aber, und das Tippgeräusch sowie die Lupenfunktion und die eingeblendeten Wortvorschläge erleichtern das Texten ungemein.

Twitter
Dann geht es endlich an die wirklich wichtigen Aufgaben: Twittern und Facebooken. Den hauseigenen Twitter-Client lasse ich links liegen, da ich mehrere Accounts verwalten muss. Da kommt momentan wohl nur Seesmic für Windows Phone 7 in Frage. Die Software ist kostenlos im Windows Marketplace erhältlich und lässt sich ohne Schwierigkeiten installieren.

Das Anlegen der Accounts ist ebenfalls kein Problem, doch das Laden der einzelnen Feeds dauert für meinen Geschmack zu lange. Und dass, obwohl ich die Anzahl der abgerufenen Nachrichten auf die Mindestzahl von 25 reduziert habe. Das fehlende Multitasking macht sich ebenfalls unangenehm bemerkbar, da jedes Mal, wenn das Handy in den Ruhemodes geht, anschließend wieder neu geladen werden muss.

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Seesmic (s. Bild oben) kann Twitter- und Facebook-Accounts verwalten. Bei Twitter gibt es die Kernfunktionen: Reply, Retweet, Favorite, Fotos per TwitPic. Außerdem können Tweets per E-Mail weitergeleitet werden. Die virtuelle Seesmic-Tastatur ist mir zu klein, die App bietet keine Queransicht. Kurz gesagt: Hoffen wir auf Updates oder Alternativen von Konkurrenten wie Hootsuite oder Tweetdeck – nicht nur, weil mein erster Test-Tweet gleich mal nach einer Fehlermeldung im Nichts verschwand. Der zweite kam dann immerhin an. Aber dass das gesamte Facebook-Vergnügen sich schon in der Feed-Ansicht der Nutzer-Pinnwand erschöpft, ist eindeutig zu wenig.

Facebook-Integration in den Kontakten
Zum Schluss noch etwas Positives: Die Kontaktfunktion von Windows Phone 7 erlaubt es, Facebook-Freunde in die Kontakte zu integrieren. Sprich: Ist mein Google-Kontakt mit mir auf Facebook befreundet, wird dies im Kontakt angezeigt und ich kann ihm direkt auf seine Pinnwand schreiben. Das genügt allerdings noch nicht, um mir den Eindruck zu vermitteln, Social Media werde in Microsofts neuem OS optimal integriert.

Damit beende ich Teil 1 des Praxis-Tests und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Mehr Fotos vom HTC 7 Mozart und aktuelle Infos finden Sie auf meiner Facebook-Seite. (Uwe Baltner)

Weitere Erfahrungsberichte zum HTC 7 Mozart gibt´s unter anderem hier, hier und hier.

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