Facebook: 5 Gerüchte – und was an ihnen dran ist
Gerüchte und Spekulationen verbreiten sich besonders schnell in sozialen Netzwerken. Es entbehrt daher nicht einer gewissen Ironie, wenn diese selbst betroffen sind. Wird Facebook bald kostenpflichtig? Verkauft Mark Zuckerberg unsere Daten? Die Betreiber der US-Webseite Allfacebook.com haben die fünf beliebtesten Facebook-Mythen kommentiert, ich übernehme mal die Übersetzung:
1. Facebook wird Gebühren erheben
Das beliebteste Gerücht – aber eben nur ein Gerücht. Facebook verlangt kein Geld für die Nutzung und wird das nach eigenen Angaben auch nie tun. Von einer genauen Summe ist schon gar nicht die Rede, nur im Netz kursieren völlig unterschiedliche Zahlen.
2. Facebook verkauft Daten
Gerade weil die Nutzung von Facebook kostenlos ist, hält sich hartnäckig das Gerücht, dass das Unternehmen Nutzerdaten an Werbetreibende verkauft. Wie sollte sich das weltgrößte Netzwerk sonst finanzieren? Allfacebook.com hält fest: Facebook verkauft die Daten nicht. Stattdessen dürfen die Werber Anzeigen schalten und können dabei bestimmte Nutzergruppen ansprechen. Dabei werden aber keine Informationen über einzelne Nutzer offen gelegt. Wer eine Anzeige schaltet, erhält nur einen anonymisierten Bericht. Diesem kann er entnehmen, welche demografischen Gruppen auf seine Anzeige geklickt haben.
Was die Einnahmen angeht, kommt Facebook mit den reinen Werbeeinnahmen sehr gut aus. Dieses Jahr sollen diese auf über eine Milliarde Dollar steigen. Warum sollte das Unternehmen sein funktionierendes Geschäftsmodell torpedieren, in dem es das Vertrauen der Nutzer verspielt?
3. Social Plugins liefern Ihre Daten an Webseiten-Betreiber
Mit den neuen Facebook-Widgets, die jeder auf seiner Webseite einbinden kann, versucht Facebook, neue Nutzer anzulocken. Wer die Plugins auf seiner Seite anzeigt, erhofft sich eine längere Verweildauer der Besucher. Auf Details zu den im Widget auftauchenden Facebook-Nutzern hofft er vergebens.
4. Facebook plant einen E-Mail-Service
Hierzulande wird darüber kaum spekuliert, und es gibt auch keinen Grund dafür. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat kürzlich erklärt, es werde kein E-Mail-Produkt geben. Auch Paul Bucheit, Schöpfer von Google Mail und jetzt in Diensten von Facebook, sagt, er arbeite nicht im Geheimen an einem Mail-Client.
5. Facebook wird Musikanbieter
Dieses Gerücht hält sich schon seit drei Jahren, es basiert auf der Facebook-Anwendung iLike, mit der sich Lieblingstitel auflisten lassen. Mehr hat Facebook allerdings in Sachen Musik nicht übernommen. Und weitere Musikangebote würde man sicher nicht selbst entwickeln sondern einem Unternehmen aus der Branche übertragen.
Kennen Sie weitere Gerüchte um Facebook? Was halten Sie vom weltgrößten Netzwerk? Lässt es sich auch geschäftlich nutzen?
Uwe Baltner
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