Wie Social Media die Wirtschaft verändert
Transparenz, Engagement, Ehrlichkeit, direkte Kommunikation mit dem Kunden: Im Zeitalter von Social Media sind echte Gespräche gefordert statt simpler Werbebotschaften.
Unternehmen, schreibt Soren Gordhamer, müssen sich entscheiden: Sie können sich abschotten oder ihre menschliche Seite zeigen. Für Social-Media-Experten wie ihn ist es keine Frage, dass die alten Zeiten vorbei sind und dass Unternehmen sich den Herausforderungen der neuen Ära stellen müssen.
Die vier größten Veränderungen stelle ich hier zur Diskussion:
1. Verbinden statt verkaufen
Auf Facebook oder Twitter werden keine Produkte beworben, das Unternehmen wirbt für sich und seine Mitarbeiter. Es sollte Hilfe anbieten, seine Mitarbeiter vorstellen und mit den Kunden kommunizieren. Gefragt sind keine offiziellen Stellungnahmen sondern persönliche Ansprache. Geben Sie Ihrem Unternehmen ein Gesicht.
2. Kleine Schritte statt Kampagnen
Im Web 2.0 kann jeder Nutzer auch Sender sein und Botschaften verbreiten. Immer mehr Unternehmen erkennen, dass sie keine millionenteuren Werbekampagnen brauchen, um Kunden zu gewinnen. Kleine Aktionen im Web können wirkungsvoller sein, wenn sie freiwillig verbreitet werden. Gute oder schlechte Erfahrungen mit Unternehmen landen auf Facebook oder Twitter, selbst Kleinigkeiten können dadurch enorm wichtig werden. Richtet sich ein Kunde per Twitter an Sie, sollten Sie antworten. Nutzen Sie dazu Monitoring-Tools und richten Sie einen Twitter-Account für Anfragen ein, der von verschiedenen Mitarbeitern gehostet werden kann. Dabei gilt immer die Grundregel für Unternehmen im Web 2.0: Seien Sie hilfreich und kommunikativ.
3. Authentizität statt Image
Auch wenn Sie damit ein Risiko eingehen, sollten Sie Ihren Mitarbeiter die Möglichkeit geben, das Internet zu nutzen. Ein Mitarbeiter, der das Unternehmen im Netz gut vertritt, kann wertvoller sein als ganze Werbekampagnen. Verabschieden Sie sich von einem einheitlichen, sterilen Firmen-Image. Vertrauen Sie stattdessen darauf, dass die Beziehungen, die Ihre Mitarbeiter im Netz aufbauen, langfristig auch dem Unternehmen helfen werden.
4. Erreichbarkeit statt Auto-E-Mail
Wenn Sie Ihre Kunden nicht nur als lästiges Übel betrachten, müssen Sie Ihnen die Möglichkeit geben, mit Ihnen in Kontakt zu treten. Dazu genügt es nicht, auf der Firmen-Webseite eine Mail-Adresse und eine Telefonnummer anzubieten. Die Menschen wollen ihr bevorzugtes Medium nutzen, und oft handelt es sich dabei um Tools des Web 2.0 wie Foren, Facebook und Twitter. Wer dort erreichbar ist, wird in Zukunft einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz gewinnen.
Fazit
Pressemitteilungen und Werbung werden nicht so schnell verschwinden. Aber sie werden ergänzt durch Tools, die eine neue Art der Kommunikation ermöglichen. Dabei geht es nicht um Masse. Es spielt keine Rolle, wie viele Follower Ihr Unternehmen auf Twitter hat. Wichtig ist, dass Sie über diesen Kanal mit den Kunden sprechen und Beziehungen aufbauen.
Wir befinden uns in einer Ära der offenen Kommunikation. Märkte sind Gespräche. Starten Sie den Dialog und agieren Sie transparent. Setzen Sie auch im Kontakt mit den Kunden auf Qualität – die Tools des sozialen Web machen es möglich.
Wir sind überzeugt davon, dass sich die Social-Media-Strategie insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen auszahlt. Haben Sie Fragen dazu? Dann posten Sie diese in die Kommentare.
Uwe Baltner
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